Brieftaschen im Wandel der Zeit
Der Begriff Brieftasche hat mehrere Bedeutungen. Zum einen nach seinem hör- bzw. lesbaren Begriff „Brief“ und „Tasche“ der vermuten lässt, dass man in früheren Zeitepochen darin Briefe aufbewahrte. Zum anderen nach seiner tatsächlichen Funktionsweise.
Die Brieftasche war und ist dafür gedacht, wichtige Papiere, worunter natürlich auch Briefe fallen, darin sicher und sauber aufzubewahren. Geldscheine oder Unterlagen, so z.B. Führerschein, Kreditkarte(n), Ausweispapiere wie Pass oder Personalausweis, können in verschiedenen dafür zur Verfügung stehenden Fächern aufbewahrt werden.
In früheren Zeiten hatten nur Männer Brieftaschen, die vorzugsweise in der Innentasche der Gehröcke und später Jacketts verwahrt wurden, was sich auch anbot, da diese keine Handtaschen wie die Frauen mit sich trugen. Im zwanzigsten Jahrhundert, als sich auch die Mode wandelte, vor allem auch in der heutigen Zeit, wurde die Brieftasche überwiegend jedoch abgelöst durch Geldbörsen, die ebenfalls wie die Brieftasche, über mehrere Fächer zum Aufbewahren wichtiger Unterlagen verfügt.
Dazu gehört unter anderem auch ein mit einem Reißverschluss oder Druckknopf schließbares Fach für Münzen bzw. Kleingeld, mit dem eine Brieftasche nicht ausgestattet war. Auch Frauen benutzen heutzutage diese Art der Unterbringung von persönlichen Unterlagen, wenn sie keine Handtasche mit sich führen möchten und von beiderlei Geschlechts wird diese Börse, sozusagen die moderne Brieftasche, meist in der rückwärtigen Hosentasche getragen.
Die Brieftaschen waren überwiegend aus Leder, wobei hierfür die verschiedensten Qualitäten verwendet wurden. Rinds- und Schweinsleder waren die gängigsten und auch teuersten Materialien. Später wurden Brieftaschen auch aus Kunstleder hergestellt um ebenso den weniger Begüterten die Anschaffung einer so nützlichen Utensilie zu ermöglichen.
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